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Intershop Downgrade 26.11.2001
Nord LB
Wertpapieranalyst Michael Seufert von der Norddeutschen Landesbank stuft die Aktie der Intershop Communications AG (WKN 622700) von "halten" auf "reduzieren" herunter.
Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sei der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um ein Drittel von 22 Mio. Euro auf 14,7 Mio. Euro gefallen. Bedenklich stimme vor allem der Einbruch der Lizenzverkäufe um 64% auf 2,8 Mio. Euro. Das Unternehmen führe dies auf die anhaltende Investitionsschwäche im IT-Markt sowie saisonale Faktoren zurück. Der Nettoverlust habe sich gegenüber dem zweiten Quartal um 56% auf 44,2 Mio. Euro erhöht. Das Ergebnis sei allerdings von Einmal-Aufwendungen in Höhe von 21,1 Mio. Euro belastet worden, die fast ausschließlich von Restrukturierungsmaßnahmen herrühren. Lasse man die Einmalkosten außer Acht, habe sich der Verlust, trotz des Umsatzrückganges, von 24,7 Mio. auf 23,1 Mio. Euro vermindert, was dem Kostensenkungsprogramm zu verdanken sei. Aufgrund des verringerten Kostenblockes habe man den Barmittel-Verbrauch je Quartal im dritten Quartal um 50% auf 10,4 Mio. Euro reduzieren können. Allerdings hätten die liquiden Mittel Ende September bei nur 45,2 Mio. Euro gelegen.
Der Personalbestand sei im dritten Quartal drastisch um 179 auf 922 gekürzt worden. Ende Oktober seien sogar nur noch 768 Mitarbeiter beschäftigt worden. Angesichts der kritischen Finanzlage habe Intershop kräftig auf die Kostenbremse getreten. Aufgrund der schwachen IT-Konjunktur erscheine das Jahresumsatzziel von 80 Mio. Euro zu ambitioniert. Intershop habe den Zeitpunkt für ein ausgeglichenes EBITDA-Ergebnis auf Quartalsbasis vom laufenden Quartal ins zweite Halbjahr 2002 verlegen müssen, da das Unternehmen frühestens dann mit einem Branchenaufschwung rechne.
Die Nord LB rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit Umsatzerlösen in Höhe von 75 Mio. Euro sowie einem Verlust von 115 Mio. Euro. Nächstes Jahr rechnet das Researchteam mit einem Umsatz von 80 Mio. Euro sowie einem Verlust in Höhe von 25 Mio. Euro.
Intershop habe im dritten Quartal einen Umsatzeinbruch hinnehmen müssen, der für die eigene Jahresprognose von 80 Mio. Euro keine große Zuversicht gebe. Die Verschiebung des Break-Even-Zeitpunktes vom vierten Quartal 2001 ins zweite Halbjahr 2002 stimme bedenklich, da jedes Quartal in dem kein Gewinn erzielt werden könne, die nicht sehr komfortable Finanzlage weiter belasten werde. Das eingetrübte Marktumfeld erleichtere die Sanierungsbemühungen nicht.
Die Nord LB senkt daher ihre Einschätzung bezüglich den Intershop-Aktien von "halten" auf "reduzieren".
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